Am 13. März berichtete die Krypto-Market-Maker-Firma Wintermute in ihrem neuesten Forschungsbericht, dass die Miner von Bitcoin im aktuellen Marktzyklus einem anhaltenden Rückgang der Erträge gegenüberstehen, wodurch die Rentabilität des traditionellen Mining-Modells erheblich erschwert wird. Der Bericht ist der Ansicht, dass die Bergbauunternehmen künftig möglicherweise durch die Entwicklung von KI-Rechenleistung oder durch eine aktivere Verwaltung ihrer Bitcoin-Vermögenswerte ihre langfristige Wettbewerbsfähigkeit aufrechterhalten müssen.
Wintermute erklärte, dass Bitcoin-Miner über die Jahre hinweg in Regionen mit niedrigen Energiekosten weltweit umfangreiche Infrastruktur für Strom- und Rechenzentren aufgebaut haben, die genau auf die hohen Anforderungen der KI-Branche an leistungsstarke Rechenkapazitäten und Energieversorgung abgestimmt sind. Daher erwägen einige Miner eine Umwandlung in KI-Rechenleistung-Hosting oder Betreiber von Rechenzentren. Das Unternehmen weist jedoch auch darauf hin, dass solche Transformationen in der Regel erhebliche Kapitalinvestitionen erfordern und mit hohen Betriebsrisiken verbunden sind.
Die Branchentrends werden bereits sichtbar. Das Bergbauunternehmen MARA Holdings hat kürzlich bei der US-Börsenaufsichtsbehörde (SEC) Unterlagen eingereicht, in denen es angibt, möglicherweise einen Teil seiner Bitcoin zu verkaufen, um seine Aktivitäten im Bereich künstliche Intelligenz zu unterstützen. Daten zeigen, dass seit Oktober 2025 mehrere börsennotierte Bergbauunternehmen insgesamt über 15.000 Bitcoin verkauft haben, um ihre Liquidität zu verbessern oder Geschäftsstrategien anzupassen.
Wintermute erwähnte außerdem, dass die derzeitigen Bestände an BTC bei Minern fast 1 % der gesamten Versorgungssituation ausmachen. Dieses Phänomen wird als „HODL-Ära-Erbe“ bezeichnet, also die langfristige Haltung großer Vermögenswerte durch Miner ohne aktive Asset-Management-Strategien. Der Bericht ist der Ansicht, dass Miner Risiken durch Derivate, gedeckte Call-Optionen oder Cash-gesicherte Put-Optionen absichern und gleichzeitig Erträge erzielen können. Zudem könnten sie durch Kreditvereinbarungen Zinsen verdienen, um die Nutzung ihrer Vermögenswerte zu optimieren.
Der Bericht hebt weiter hervor, dass in diesem Marktzyklus der Bitcoin-Preis es nicht geschafft hat, wie in der Vergangenheit eine Verdopplung zu erreichen, um den Rückgang der Einnahmen durch die Halbierung auszugleichen. Zudem ist das Einkommen aus Transaktionsgebühren sehr volatil, was eine stabile Ergänzung erschwert. Zusätzlich steigen die Energiekosten weiterhin, was den Gewinnspielraum der Miner weiter einschränkt.
Wintermute ist der Ansicht, dass dieser Rentabilitätsdruck sich von den Zyklen 2018 und 2022 unterscheidet und eher einer Branchenstrukturreform ähnelt. Mit dem schrittweisen Rückzug ineffizienter Miner könnte die gesamte Bitcoin-Mining-Branche in den kommenden Jahren stärker konzentriert und effizienter werden.