Samsung Electronics Gewerkschaft mit 93% Votum für Streik, 18-tägige Arbeitsunterbrechung im Mai könnte globale Chipversorgung schwer treffen

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Samsung Electronics (005930.KS) hat heute früh eine Abstimmung unter fast 90.000 Gewerkschaftsmitgliedern durchgeführt, bei der mit 93 % Zustimmung der Vorschlag für einen landesweiten Streik im Mai mit überwältigender Mehrheit angenommen wurde. Die Forderungen umfassen die Abschaffung der Bonusobergrenze und eine Gehaltserhöhung um 7 %. Sollte der Streik tatsächlich stattfinden, könnte die globale KI-Chipsupply-Chain erheblich beeinträchtigt werden, mit geschätzten Verlusten von bis zu 9 Billionen Won.

Die Gewerkschaft von Samsung kündigte einen 18-tägigen Streik im Mai an, während die Geschäftsleitung Signale des Entgegenkommens sendet.

Die Korea Times berichtet, dass das gemeinsame Kampfzentrum der drei großen Gewerkschaften von Samsung Electronics (der landesweiten Samsung Electronics Gewerkschaft, der Samsung Group Union Samsung Electronics Abteilung und der Samsung Electronics Arbeitsunion) am 18. März die Abstimmungsergebnisse bekannt gab. An der Streikbefugnis-Abstimmung am 9. März nahmen 66.019 Gewerkschaftsmitglieder teil, mit einer Beteiligungsquote von 73,5 %, davon stimmten 61.456 für den Streik, was einer Zustimmung von 93,1 % entspricht.

Die Gewerkschaft erklärte, dass dieses überwältigende Ergebnis eine deutliche Warnung an die Arbeitgeber sei, die Forderungen der Gewerkschaft ernst zu nehmen. Samsung Electronics äußerte sich dazu mit einer Erklärung: „Wir werden unser Bestes tun, um die Gehaltsverhandlungen bis 2026 auf freundliche Weise abzuschließen.“

Auslöser des Konflikts: SK Hynix erreicht Einigung mit den Arbeitnehmern

Der Konflikt begann im September 2025, als der Konkurrent SK Hynix (000660.KS) als erstes die Forderungen der Gewerkschaft nach Gehaltsreformen akzeptierte, was bei Samsung-Mitarbeitern Unmut auslöste. In den folgenden Wochen stieg die Zahl der Gewerkschaftsmitglieder deutlich an. Im November desselben Jahres begannen die Gewerkschaften von Samsung und die Arbeitgeberseite offiziell die Gehaltsverhandlungen für 2026, doch die Differenzen führten zu einer Pattsituation.

Im März 2026 erklärte das staatliche Schiedsgericht die Vermittlungsversuche für gescheitert. Die Gewerkschaft erhielt rechtlich die Befugnis, einen Streik zu genehmigen, und startete am 9. März eine Abstimmung. Das Ergebnis wurde nun bekanntgegeben: Die Zustimmung ist überwältigend, und die Gewerkschaft kündigte sofort einen Aktionsplan an, mit einer Großdemonstration der Arbeiter am 23. April. Falls keine Einigung erzielt wird, soll ab dem 21. Mai ein 18-tägiger landesweiter Streik beginnen.

Wenn der Streik wie geplant stattfindet, wäre dies der zweite landesweite Streik seit der Gründung von Samsung im Jahr 1969. Der letzte Streik im Juli 2024 dauerte 25 Tage und war historisch. Der aktuelle Streik ist noch größer und wird von den drei Gewerkschaften gemeinsam getragen, wobei voraussichtlich mehr als 70 % der Samsung-Mitarbeiter in den koreanischen Fabriken beteiligt sein werden.

Drei Kernforderungen, Bonusobergrenze als größter Streitpunkt

Transparente Berechnung der Leistungsboni: Die Gewerkschaft fordert, dass das Unternehmen die Bonusberechnung offenlegt und die Black-Box-Methoden beendet.

Abschaffung der Bonusobergrenze: Derzeit liegt die Obergrenze bei 50 % des Jahresgehalts. Die Gewerkschaft fordert, diese wie SK Hynix direkt an den operativen Gewinn der Geschäftsbereiche zu koppeln.

Gehaltserhöhung um 7 %: Das Management bietet derzeit nur 6,2 % an, verbunden mit der Ausgabe von 20 Aktien des Unternehmens als Ausgleich.

Analysen deuten darauf hin, dass die Abschaffung der Bonusobergrenze der schwierigste Verhandlungspunkt ist. Da die Halbleiter-Sparte hohe Gewinne erzielt, würde eine Aufhebung der Obergrenze die Gehälter der Chip-Mitarbeiter deutlich über die der Mitarbeiter in Smartphone- und TV-Bereichen heben, was innerhalb des Konzerns zu neuen Gehaltsunterschieden führen könnte.

Globale Lieferketten alarmiert, KI-Chip-Nachfrage auf Hoch

Samsung produziert 100 % seiner DRAM-Chips und zwei Drittel seiner NAND-Flash-Speicher in Südkorea. Angesichts der hohen Nachfrage nach Hochbandbreiten-Speicher (HBM) in KI-Datenzentren könnte ein tatsächlicher Streik die globale Halbleiter-Lieferkette weiter verschärfen, mit Auswirkungen auf die Automobil-, Computer- und Smartphone-Industrie.

Branchenexperten schätzen, dass ein 18-tägiger Streik mindestens 5 Billionen Won Verlust verursachen könnte; bei einer Ausweitung des Konflikts könnten die Verluste bis zu 9 Billionen Won betragen. Wenn die Gehaltsverhandlungen vor dem Streik im Mai nicht gelöst werden, steht Samsung vor beispiellosem Arbeitskonflikt, was seine globale Führungsposition im Chip-Markt und das Vertrauen der Investoren erheblich belasten könnte.

(Erneute Verzögerung bei Speicherlieferungen? Katar-Höhlen könnten die Versorgung unterbrechen, Samsung und SK Hynix prüfen dringend ihre Lagerbestände)

Dieser Artikel „Samsung Electronics Gewerkschaft stimmt mit 93 % für Streik, 18 Tage Stillstand im Mai könnte globale Chipversorgung schwer treffen“ erschien zuerst bei Chain News ABMedia.

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