Südkoreanischer Aktienmarkt: T+2-Abwicklung von Präsident in Frage gestellt, Börse untersucht Blockchain-Sofortzahlung

韓國股市T+2交割遭總統質疑

Der südkoreanische Präsident Lee Jae-myung hat kürzlich das aktuelle Aktienabwicklungssystem direkt in Frage gestellt: „Warum muss man heute Aktien verkaufen und erst übermorgen das Geld erhalten?“ Dieses Problem hat auf offizieller Ebene eine Kettenreaktion ausgelöst. Der Vorsitzende der Koreanischen Börse, Jeong Eon-foo, kündigte sofort an, die Abwicklungsdauer verkürzen zu wollen, und sprach erstmals öffentlich die potenzielle Rolle der Blockchain-Technologie an. Er sagte, wenn man auf Blockchain-Technologie umstelle, „könnten die Prozesse der Abrechnung und Settlement möglicherweise verschwinden, um stattdessen eine Echtzeit-Zahlungsabwicklung zu ermöglichen.“

Funktionsweise des T+2-Systems und Effizienzprobleme

Der koreanische Aktienmarkt verwendet derzeit das „T+2“-Abwicklungssystem, bei dem die endgültige Übertragung von Geldern und Wertpapieren zwei Handelstage nach Abschluss der Transaktion erfolgt. Dieses System basiert auf komplexen Prozessen der Gegenparteirisikokontrolle und der Kapitalverwaltung durch die Clearingstellen. Obwohl es historisch sinnvoll war, wird es im Zeitalter der schnellen digitalen Transaktionen zunehmend als Effizienzhemmnis angesehen.

Das Problem des T+2-Systems ist nicht nur, dass man „zwei Tage warten“ muss – bei Wochenenden oder langen Feiertagen kann sich die Abwicklungszeit auf T+3 oder sogar T+4 verlängern. Nach dem Vorfall mit GameStop im Jahr 2021 hat Robinhood in den USA mit ähnlicher Logik intensiv Lobbyarbeit bei Regulierungsbehörden betrieben, um das Clearing-System zu reformieren. Dies führte letztlich dazu, dass die US-Börse den Abwicklungzyklus von T+2 auf T+1 verkürzte. Dennoch äußerte Robinhood-CEO Vlad Tenev offen: „Das ist immer noch zu langsam, das Risiko besteht weiterhin.“

Bedeutung der Blockchain-Ankündigung der Koreanischen Börse: Ein politisches Signal

Die Aussage des Vorsitzenden der Koreanischen Börse, Jeong Eon-foo, hat eine wichtige politische Bedeutung. Bisher beschränkten sich Diskussionen über die Verkürzung der Abwicklungsdauer meist auf die Optimierung bestehender Prozesse. Mit der expliziten Nennung der Blockchain-Technologie zeigt die offizielle Stellungnahme, dass die Reformstrategie sich von der reinen Prozessoptimierung hin zu einer grundlegenden Erneuerung der Systemarchitektur bewegt.

Der koreanische Aktienmarkt hat in letzter Zeit eine starke Performance gezeigt. Nach zwei Handelstagen mit Handelsaussetzungen infolge geopolitischer Ereignisse nach dem 27. Februar erholte er sich rasch und lag vor Redaktionsschluss weniger als 10 % unter seinem historischen Höchststand. Vor dem Hintergrund einer wirtschaftlichen Erholung des Kapitalmarktes sind die politischen und marktbezogenen Voraussetzungen für die Modernisierung des Abwicklungssystems gegeben. Korea könnte somit zu einem führenden Beispiel in Asien werden, das die Blockchain-basierte Abwicklung vorantreibt.

Tokenisierung von Aktien: Die technische Grundlage für T+0

Um eine echte T+0-Echtzeitabwicklung zu realisieren, ist die Tokenisierung von Aktien (Tokenization) die überzeugendste technische Lösung. Dabei werden Aktien in Token umgewandelt, die auf der Blockchain existieren. Dies würde die Abwicklungsarchitektur grundlegend verändern:

Echtzeit-Abwicklung (Real-time Settlement): Transaktionen werden sofort nach Abschluss abgewickelt, wodurch Gegenparteirisiken während der Abwicklung eliminiert werden.

24/7-Handel: Der Handel ist nicht mehr an traditionelle Marktzeiten gebunden, was die Liquidität erhöht.

Fraktionalisierung (Fractionalization): Niedrigere Einstiegshürden für Privatanleger bei hochpreisigen Aktien.

Geringere Abwicklungs- und Kapitalkosten: Clearingstellen und Broker müssen während der Abwicklung keine hohen Unsicherheiten tragen.

Im vergangenen Jahr hat die USA den Übergang von T+2 zu T+1 bereits vollzogen, Europa plant ebenfalls eine Umsetzung. Weltweit treiben die wichtigsten Märkte die Modernisierung ihrer Abwicklungssysteme voran. Wenn Korea erfolgreich eine Blockchain-basierte Architektur einführt, könnte es sich einen bedeutenden institutionellen Vorteil im asiatischen Kapitalmarkt sichern.

Häufig gestellte Fragen

Was ist das T+2-Abwicklungssystem und warum reformiert Korea es?
T+2 bedeutet, dass die endgültige Übertragung von Geldern und Wertpapieren zwei Handelstage nach Abschluss der Transaktion erfolgt. Korea verwendet dieses System noch, doch im Zeitalter der schnellen digitalen Transaktionen ist es ineffizient. Bei Wochenenden oder langen Feiertagen kann sich die Frist auf T+3 oder T+4 verlängern. Die öffentliche Kritik von Präsident Lee Jae-myung hat die Diskussion über eine Reform angestoßen.

Was versteht man unter der Blockchain-Abwicklung, die die Koreanische Börse erwähnt?
Der Vorsitzende der Koreanischen Börse erklärte, dass die Einführung der Blockchain-Technologie die traditionellen Prozesse der Abrechnung und Settlement ersetzen könnte, um eine sofortige Transaktionsabwicklung zu ermöglichen. Im Wesentlichen bedeutet dies die Tokenisierung von Aktien, sodass jede Transaktion direkt auf der Blockchain ausgeführt wird, ohne auf mehrere Tage dauernde Prozesse der Clearingstellen angewiesen zu sein.

Was sind die Hauptunterschiede zwischen Tokenisierung von Aktien und dem aktuellen Aktienhandel?
Der aktuelle Aktienhandel hängt von Clearingstellen als Zwischeninstanz ab, die das Gegenparteirisiko verwalten und eine mehrtägige Abwicklung erfordert. Bei der Tokenisierung werden Transaktionsaufzeichnungen direkt auf die Blockchain geschrieben, was theoretisch eine sofortige Übergabe, 24-Stunden-Handel und geringere Transaktionskosten ermöglicht. Gleichzeitig wird das systemische Risiko deutlich reduziert.

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