Südkoreas Steuerbehörde prüft private Verwahrstellen für beschlagnahmte Kryptowährungen nach Mnemonic-Leak

Coinpedia

Südkoreas nationale Steuerbehörde (NTS) plant, die beschlagnahmten virtuellen Vermögenswerte an private Verwahrungsanbieter abzugeben, nachdem ein kürzlicher Sicherheitsvorfall die Risiken interner Verwaltung offenbart hat.

Koreanische Steuerbehörde beschleunigt Auswahl eines Krypto-Verwahrungsdienstleisters

Die Behörde arbeitet Berichten zufolge daran, innerhalb der ersten Hälfte des Jahres einen qualifizierten Verwahrungsanbieter auszuwählen, als Teil einer umfassenderen Initiative, die Kontrolle über digitale Vermögenswerte zu verschärfen und einen erneuten Diebstahl wie im letzten Monat zu verhindern, so ein Bericht von Zdnet Korea unter Berufung auf nicht namentlich genannte Quellen.

Der Wandel folgt auf einen Vorfall am 26. Februar, bei dem mnemonische Codes im Zusammenhang mit beschlagnahmten Vermögenswerten versehentlich während einer öffentlichen Offenlegung im Zusammenhang mit Steuerverfolgung offengelegt wurden. Dieser Fehler führte zu zwei separaten Diebstählen, was die Behörde dazu zwang, eine einfache Realität zu akzeptieren: Krypto-Management ist nicht dasselbe wie Bargeld in einem Tresor zu verwahren.

Die Beamten prüfen derzeit einen Plan, die beschlagnahmten Bestände privaten Verwahrern anzuvertrauen, während sie detaillierte Auswahlkriterien entwickeln, die festlegen, wer den Auftrag erhält. Das Ziel ist klar – die Vermögenswerte zu sichern, das operationale Risiko zu minimieren und erneut in die Schlagzeilen zu geraten.

Zu den Kriterien, die geprüft werden, gehören Sicherheitsstandards, Unternehmensgröße und Versicherungsschutz im Einklang mit dem Virtual Asset User Protection Act Koreas. Mit anderen Worten: Nicht jede Firma mit einer Wallet und einem Pitch-Deck qualifiziert sich. Nebenbei ist die NTS nicht die einzige koreanische Behörde, die einen Verwahrer benötigt.

Laut einer Branchenquelle, die mit den Diskussionen vertraut ist, wird der Prozess voraussichtlich selektiv sein, wobei betont wird, dass „nicht jeder Verwahrungsanbieter damit beauftragt werden kann“, insbesondere angesichts der Sensibilität der von der Regierung beschlagnahmten Vermögenswerte und der damit verbundenen Reputationsrisiken.

Die nationale Steuerbehörde plant, den Auswahlprozess zu starten, sobald die Kriterien finalisiert sind, wobei Eile den Zeitplan bestimmt. Zdnet Korea berichtet, dass die Beamten beabsichtigen, sowohl die Entscheidung für die Nutzung von Verwahrdiensten als auch die Auswahl eines Anbieters innerhalb der ersten Hälfte des Jahres abzuschließen.

Zur Bewältigung des Übergangs hat die Behörde eine spezielle Einheit eingerichtet – die Virtual Asset Management System Advancement Task Force –, die am 11. März ins Leben gerufen wurde, um die Überarbeitung zu überwachen. Die Gruppe soll ein System entwickeln, das digitale Vermögenswerte weniger als nachträglichen Gedanken behandelt und mehr als eine zentrale Durchsetzungsverantwortung.

Ko Young-il, der die Task Force leitet, sagte, der Ansatz spiegle Praktiken wider, die bereits in entwickelten Märkten angewandt werden, was signalisiert, dass Südkorea sich an internationalen Standards orientiert, anstatt einen eigenen Ansatz zu improvisieren.

Neben der Auswahl eines Verwahrers arbeitet die Task Force an einer Reihe von strukturellen Verbesserungen. Dazu gehören die Überarbeitung von Betriebsanleitungen, die den gesamten Lebenszyklus beschlagnahmter Vermögenswerte regeln – von Beschlagnahme über Lagerung bis hin zur endgültigen Liquidation – sowie externe Audits zur Bewertung der aktuellen Systeme.

Die Behörde erweitert auch die professionelle Ausbildung, was eine grundlegende Wahrheit anerkennt: Krypto-Verwahrung ist technisch, anspruchsvoll und keine Sache, die Mitarbeiter im laufenden Einsatz während einer Durchsetzungsmaßnahme auf die Schnelle lernen sollten.

Parallel dazu bereiten die Beamten die Einführung einer eigenen Digital Asset General Division vor, die die Aufsicht über kryptobezogene Angelegenheiten zentralisieren soll, die derzeit auf mehrere Abteilungen verteilt sind. Details zu ihrer Struktur und Zeitplan werden in Absprache mit dem Innen- und Sicherheitsministerium finalisiert.

Ein NTS-Beamter sagte, die Fragmentierung spiegle die Tatsache wider, dass diese Vermögensklasse innerhalb der Regierungsarbeit noch relativ neu ist, und fügte hinzu, dass ein integriertes System nun als notwendig erachtet wird, um die wachsende Rolle digitaler Vermögenswerte bei der Steuerdurchsetzung zu verwalten.

Die Botschaft ist klar. Da Krypto-Bestände in Durchsetzungsfällen immer häufiger werden, muss die Infrastruktur um sie herum ebenso schnell reifen. Wenn der Vorfall vom letzten Monat etwas bewiesen hat, dann, dass selbst eine kleine operationale Panne zu einer kostspieligen Lektion werden kann – eine Lektion, die die Behörde offenbar nicht wiederholen möchte.

FAQ 🔎

  • Warum nutzt die südkoreanische Steuerbehörde Krypto-Verwahrungsanbieter?

Um die Sicherheit zu verbessern und Diebstähle zu verhindern, nachdem ein kürzlicher Vorfall mit offengelegten mnemonischen Codes auftrat.

  • Wann wird die NTS einen Verwahrungsanbieter auswählen?

Die Behörde plant, ihre Entscheidung und die Auswahl eines Anbieters innerhalb der ersten Hälfte des Jahres 2026 abzuschließen.

  • Welche Kriterien werden bei der Auswahl eines Krypto-Verwahrers herangezogen?

Sicherheitsstandards, Unternehmensgröße und Versicherungsanforderungen gemäß dem Virtual Asset User Protection Act.

  • Welche Änderungen werden vorgenommen, um beschlagnahmte Krypto-Assets zu verwalten?

Die NTS gründet eine Task Force, aktualisiert Handbücher, erweitert Schulungen und plant eine eigene Digital Asset Division.

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