Ehemals als Vertreter des „Effektiven Altruismus“ (Effective Altruism) bezeichnet und Zeuge des Zusammenbruchs des FTX-Imperiums im Jahr 2022, wird Sam Bankman-Fried (SBF) nun die Hauptrolle in einer neuen Netflix-Serie spielen. Netflix hat kürzlich über offizielle Kanäle die Besetzungsliste und Rollenverteilung für die limitierte Serie „The Altruists“ (Die Altruisten) veröffentlicht. „The Altruists“ ist eine 8-teilige Miniserie, die laut Beschreibung die Geschichte von Sam Bankman-Fried und Caroline Ellison erzählt. Zwei junge Idealisten versuchen, das globale Finanzsystem neu zu gestalten, fallen jedoch schließlich durch den Vorwurf des Diebstahls von 8 Milliarden US-Dollar. Sie werden als „Gen Z Bonnie and Clyde“ bezeichnet. Anmerkung: Bonnie Parker und Clyde Barrow waren in den 1930er Jahren während der Großen Depression in den USA berühmt für ihre Verbrecherpaare, die gemeinsam Banken, Tankstellen ausraubten und mehrere Menschen töteten. 1934 wurden sie in Louisiana von der Polizei erschossen. Ihre legendäre Geschichte wurde 1967 in dem Klassiker „Bonnie and Clyde“ verfilmt. Julia Garner und Anthony Boyle in den Hauptrollen – vollständiger Cast von Netflix veröffentlicht
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Laut offiziellen Angaben von Netflix wird Julia Garner die ehemalige Geschäftsführerin von Alameda Research, Caroline Ellison, spielen, während Anthony Boyle den Gründer von FTX, Sam Bankman-Fried, verkörpert. Zudem gehören zum regulären Cast Alex Lawther als Sam Trabucco, Matt Rife als Ryan Salame, Madison Hu als Constance Wang, Karan Soni als Nishad Singh, Eugene Young als Gary Wang und Naomi Okada als Claire Watanabe. Die kürzlich bekannt gewordenen Ergänzungen und Nebenrollen haben auch in Markt und Medien für Aufmerksamkeit gesorgt. Zu den feststehenden Nebenrollen zählen Hudson Williams als Duncan Rheingans-Yoo, Jennifer Grey als Sarah Fisher Ellison, Terry Chen als Binance-Gründer CZ, Elizabeth Adams als Hannah, Hannah Galway als Lucy, William Mapother als Dr. Lerner, Paul Reiser als Joe Bankman, Robin Weigert als Barbara Fried, Maddie Hasson als Lauren Platt und Marianna Phung als Lily Zhang. Der Titel „The Altruists“ weist direkt auf SBFs umstrittene Selbstinszenierung hin Der Titel „The Altruists“ ist selbst schon stark ironisch gemeint. Sam Bankman-Fried präsentierte sich lange Zeit als Verfechter des „Effektiven Altruismus“, der besagt, man solle zuerst mehr Geld verdienen und dieses dann für das Gute in der Welt einsetzen. Netflix beschreibt in der Zusammenfassung die beiden als „zwei äußerst kluge, ehrgeizige junge Idealisten“, die versuchen, das globale Finanzsystem in kürzester Zeit neu zu gestalten, aber letztlich wegen des Vorwurfs des Diebstahls von mehreren Milliarden US-Dollar scheitern. Dieses Setting ist offensichtlich kein reines Biopic, sondern eine Finanzkriminalgeschichte mit deutlicher kritischer Perspektive. Wichtig ist, dass Netflix bisher nur die Schöpfer, Schauspieler und die Richtung der Handlung bekanntgegeben hat. Ein offizielles Veröffentlichungsdatum wurde noch nicht genannt. Derzeit liegt der Fokus der Öffentlichkeit auf dem sensiblen Thema und darauf, wie die Serie den Weg von „Genie-Startup-Mythos“ zu „Betrugs-Desaster“ darstellen wird. Vom „Krypto-Genie“ zum 25-Jahre-Haft – die Realität ist härter als das Drehbuch Der Grund, warum FTX für Netflix interessant ist, liegt darin, dass es nicht nur um den Zusammenbruch einer Börse geht, sondern um eine Finanzkatastrophe, die innerhalb weniger Tage weltweit Panik auslöste. Die Realität für Sam Bankman-Fried ist deutlich düsterer als jede Werbebotschaft. Laut US-Justizministerium wurde SBF im März 2024 zu 25 Jahren Haft verurteilt, mit drei Jahren Bewährung. Zudem wurde ihm auferlegt, 11 Milliarden US-Dollar einzuziehen. Der Fall ist noch nicht abgeschlossen. Ein Richter des US-Berufungsgerichts äußerte Zweifel an den Anträgen von SBF, seine Verurteilung und die 25-jährige Haftstrafe aufzuheben. Er befindet sich in einem Hochsicherheitsgefängnis in der Nähe von Los Angeles und könnte frühestens im Oktober 2044 entlassen werden. Das bedeutet, wenn Netflix FTX auf die Leinwand bringt, ist es kein längst vergangener Fall, sondern ein aktueller Skandal mit noch laufenden juristischen und öffentlichen Diskussionen.