
Vorhersage-Handelsplattform Polymarket kündigt am Montag eine Aktualisierung ihrer Marktintegritätsregeln an, die gleichzeitig für US-Börsen gilt, die von der Commodity Futures Trading Commission (CFTC) reguliert werden. Das Update umfasst strengere Standards für Marktdesign, klarere Abrechnungsregeln, deutlichere Datenquellen sowie verstärkte Überwachungssysteme für verdächtige Transaktionen. Kürzlich erstellte Konten auf der Plattform erzielten durch präzise Wetten auf den Iran-Irak-Krieg Gewinne von etwa 1 Million US-Dollar, was Insiderhandel-Vorwürfe auslöste.
Das Regelupdate von Polymarket reagiert direkt auf Kritik von Regulierungsbehörden und Marktteilnehmern hinsichtlich der Fairness der Plattform und passt das Marktdesign sowie die ethische Compliance gezielt an:
Strenge Standards für Marktdesign: Erhöhung der Prüfungsanforderungen bei der Erstellung neuer Märkte, um sicherzustellen, dass Marktfragen klar und überprüfbar sind, und Manipulationsmöglichkeiten zu verringern.
Klare Abrechnungsstandards und Datenquellen: Vereinheitlichung der Entscheidungskriterien für Marktergebnisse und der Informationsquellen, um Diskussionspunkte bei der Abrechnung zu minimieren.
Verstärkte Überwachung verdächtiger Transaktionen: Upgrade der Handelserkennungssysteme, um ungewöhnliche Wettmuster und möglicherweise nicht-öffentliche Informationen zu identifizieren.
Einschränkung risikoreicher Markttypen: Verbot oder Beschränkung von Märkten, die leicht manipulierbar sind, ethisch sensibel oder Interessenkonflikte aufweisen.
Letzte Woche ergriff Polymarket konkrete Maßnahmen: Es wurden Nutzer gesperrt und gemeldet, die israelischen Journalisten mit Todesdrohungen bedroht hatten. Diese Nutzer versuchten zuvor, durch Einschüchterung die Berichterstattung zu beeinflussen, um ein Prognosemarkt-Ergebnis im Wert von 17 Millionen US-Dollar zu manipulieren.
Laut Bloomberg haben sechs im Februar 2026 neu erstellte Polymarket-Konten nur auf die Frage gewettet, ob die USA den Iran angreifen werden. Sie sagten den Angriff genau voraus und erzielten insgesamt etwa 1 Million US-Dollar Gewinn. Diese Konten weisen hohe Ähnlichkeiten auf: alle wurden zeitgleich erstellt, alle setzten in eine Richtung, und die Trefferquote ist ungewöhnlich hoch, was breite Zweifel an möglichem Insiderhandel aufkommen lässt.
Polymarket hat bisher keine offizielle Stellungnahme zu diesem Vorfall abgegeben oder bestätigt, ob eine offizielle Untersuchung der betreffenden Konten läuft. Das Ereignis hat jedoch den Zeitpunkt für die Regeländerung maßgeblich beeinflusst und ist ein zentrales Beispiel für den anhaltenden Druck von Regulierungsbehörden und Medien.
Das Regelupdate ist auch Teil des Bestrebens von Polymarket, sich regulatorisch zu legitimieren. Diese Woche unterzeichnete die Major League Baseball (MLB) eine Kooperationsvereinbarung mit Polymarket, während die CFTC eine separate Vereinbarung zur Stärkung des „Vertrauensschutzes“ mit der Plattform traf. Beide Maßnahmen zeigen, dass die Beteiligten durch regulatorische Koordination die institutionelle Entwicklung des Prognosemarktes vorantreiben.
Der Druck bleibt jedoch bestehen. Mehrere US-Bundesstaaten haben rechtliche Schritte gegen die Plattform eingeleitet, weil sie angeblich ohne Lizenz Glücksspiel betreibt. Polymarket sammelte im Juli 2025 200 Millionen US-Dollar bei einer Finanzierungsrunde und strebt eine Bewertung von 10 Milliarden US-Dollar an. Das schnelle Wachstum macht die Plattform unter regulatorischer Beobachtung zunehmend sichtbar.
Berichten zufolge haben sechs im Februar 2026 neu erstellte Konten ausschließlich auf die Frage gewettet, ob die USA den Iran angreifen werden, und erzielten dabei einen Gewinn von etwa 1 Million US-Dollar. Die Konzentration der Kontenerstellung, die einheitliche Wettstrategie und die außergewöhnlich hohe Trefferquote werfen Fragen nach der Nutzung nicht-öffentlicher Informationen auf. Bisher gibt es keine offizielle Untersuchungsergebnis.
Das Update verfolgt zwei Hauptziele: Erstens die Stärkung der Marktfairness durch strengere Design-Standards, Abrechnungsregeln und Überwachungssysteme, um Manipulation und Insiderhandel zu verringern; zweitens die Demonstration der Compliance-Bereitschaft gegenüber Regulierungsbehörden, insbesondere im Einklang mit CFTC-Anforderungen, um die Legalisierung von Prognosemärkten in den USA voranzutreiben.
Polymarkets US-Börse operiert unter der Aufsicht der CFTC, doch mehrere Bundesstaaten haben rechtliche Schritte gegen ähnliche Prognoseplattformen wegen „unlizenzierter Glücksspiele“ eingeleitet. Durch Kooperationsvereinbarungen mit CFTC und MLB bemüht sich Polymarket, eine regulatorisch konforme Position auf Bundesebene zu erreichen. Die rechtliche Unsicherheit auf Ebene der Bundesstaaten besteht jedoch weiterhin.