12 europäische Banken arbeiten zusammen, um gegen den digitalen Dollar vorzugehen und bringen den Euro auf die Blockchain

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12 europäische Banken arbeiten zusammen, um gegen den digitalen Dollar vorzugehen und den Euro auf die Blockchain zu bringen

Die Welle von Stablecoins, die an den USD gekoppelt sind, gewinnt im globalen Krypto-Markt zunehmend an Dominanz und zwingt Europa, das Tempo beim Aufbau einer digitalen Zahlungsinfrastruktur mit dem Euro zu erhöhen. Vor diesem Hintergrund arbeitet ein Bündnis aus 12 großen Banken in Europa gemeinsam an einem Plan, den Euro onchain zu bringen, mit dem Ziel, die Abhängigkeit vom US-Dollar zu verringern und die Währungsposition der Region zu schützen.

Europa befürchtet „digitale Dollarisierung“

Laut CoinDesk liegt die größte Sorge der europäischen Banken nicht nur in der Dominanz des USD im traditionellen Finanzwesen, sondern auch darin, dass der US-Dollar seinen Einfluss stark auf den Bereich digitaler Vermögenswerte ausweitet. Die meisten derzeit gängigen Stablecoins sind an den USD gekoppelt, wodurch Liquidität, Transaktionen und internationale Krypto-Anwendungen zunehmend um die US-Währung kreisen.

Dadurch entsteht eine Gefahr, die in der europäischen Finanzwelt als „digital dollarization“ – Dollarisierung in einer digitalen Umgebung – bezeichnet wird. Wenn sich dieser Trend fortsetzt, könnte der Euro nach und nach seine Rolle in digitalen Transaktionen verlieren, auch wenn er weiterhin zu den größten Währungen der Welt zählt.

Eine Allianz von 12 Banken will den Euro onchain bringen

Um darauf zu reagieren, arbeiten 12 europäische Banken zusammen, um einen digitalen Vermögenswert zu entwickeln, der an den Euro gekoppelt ist und auf der Blockchain betrieben wird. Das Ziel des Projekts ist es, eine europäische, standardisierte Option für digitale Zahlungen und Überweisungen zu schaffen und damit eine unabhängigere digitale Finanz-Ökosystemwelt aufzubauen, die weniger von USD geprägt ist.

Laut Aussagen des CEO des Bündnisses in einem Interview mit CoinDesk ist dies nicht nur eine technologische Initiative, sondern auch ein strategischer Schritt. In einer Situation, in der Stablecoins und digitale Vermögenswerte zunehmend zur neuen Infrastruktur globaler Zahlungen werden, gilt es als notwendig, dass der Euro auf der Blockchain präsent ist, damit Europa nicht hinterherhinkt.

Ziel: schneller bezahlen, günstiger sein und eine höhere Souveränität haben

Wenn die Umsetzung erfolgreich ist, kann der onchain-Euro viele Vorteile bringen, wie zum Beispiel:

– Schnellere grenzüberschreitende Zahlungen

– Senkung der Transaktionskosten

– Höhere Integrationsfähigkeit mit DeFi- und Web3-Anwendungen

– Stärkung der Rolle des Euro in der digitalen Wirtschaft

Noch wichtiger ist, dass dieses Projekt den Einsatz Europas zeigt, um die finanzielle digitale Eigenständigkeit zu bewahren, statt die globale Zahlungsinfrastruktur von Stablecoins mit USD-Bezug dominieren zu lassen.

Stablecoins und der Wettlauf um die Kontrolle über digitale Liquidität

Stablecoins sind derzeit eines der wichtigsten Puzzleteile des Krypto-Marktes. Sie werden als Zahlungsmittel genutzt, zum temporären Speichern von Wert und als Verbindung zwischen dem traditionellen Finanzwesen und digitalen Vermögenswerten. Wenn jedoch der Großteil der Stablecoins an den US-Dollar gekoppelt ist, neigt die Liquidität auf dem Krypto-Markt zwangsläufig ebenfalls in Richtung USD.

Das ist genau der Grund, warum viele europäische Finanzinstitutionen besorgt sind. Wenn der Euro keine ausreichend starke onchain-Version hat, besteht die Gefahr, dass diese Währung aus der zukünftigen Schicht der Zahlungsinfrastruktur herausgedrängt wird, selbst wenn sie weiterhin eine Rolle im traditionellen Bankensystem behält.

Der strategische Schritt des europäischen Bankensystems

Die Initiative der 12 Banken ist nicht einfach nur ein Testprodukt, sondern ein Signal dafür, dass große Finanzinstitute in Europa begonnen haben, Blockchain als unvermeidlichen Bestandteil der Geldzukunft zu betrachten. Anstatt am Rand zu stehen, wollen sie aktiv ihre eigene Lösung aufbauen, um mit den explodierenden Modellen privater Stablecoins zu konkurrieren.

Langfristig geht es bei diesem Wettlauf nicht nur um Technologie, sondern steht auch in direktem Zusammenhang mit Geldmacht, geopolitschem Einfluss und der Position Europas im Zeitalter der digitalen Finanzen.

Fazit

Dass sich 12 europäische Banken zusammenschließen, um den Euro auf die Blockchain zu bringen, zeigt den wachsenden Druck durch die USD-Dominanz im Krypto-Markt. Angesichts der Gefahr einer „digitalen Dollarisierung“ ist Europa gezwungen zu handeln, wenn es den Euro im Zentrum des zukünftigen Finanz-Ökosystems halten will. Das Projekt kann zu einem wichtigen Wendepunkt in den Bemühungen werden, eine digitale Zahlung aufzubauen, die eine eigene Identität für Europa hat.

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