Gate News Nachrichten, am 4. April, ist in einem Research-Bericht von China International Capital Corporation (CICC) die Auffassung vertreten worden, dass der Konflikt zwischen Iran und den USA zu einem starken Anstieg der Ölpreise geführt habe, während das Inflationsrisiko zunächst dominierend in den Vordergrund gerückt sei. Die Markterwartungen zur Zinssenkungs-Pfade der US-Notenbank hätten sich verändert, was zu Verkaufsdruck bei den Gold-ETFs (börsengehandelte Fonds auf Gold) führe, die im vergangenen Jahr in größerem Umfang aufgestockt worden seien. Gleichzeitig habe auch ein Liquiditäts-Schock über den Terminmarkt- und Optionsmarkt kurzfristige Rücksetzer verstärkt. Derzeit könnte die geopolitische Lage im Nahen Osten in eine entscheidende Phase gelangt sein: Die Ölpreise stünden vor einer Entscheidung zwischen Auf- und Abwärtsbewegungen, und der Bewertungsschwerpunkt im Goldmarkt könnte sich darauf verlagern, wie stark Lieferengpässe bzw. -schocks die Auswirkungen auf eine wirtschaftliche Rezession haben. Die bereits grob eingepreisten Erwartungen an weitere Zinserhöhungen könnten entsprechend noch angepasst werden. CICC ist der Meinung, dass unabhängig davon, ob es nach einer Herabstufung der geopolitischen Lage zu einem Rücksetzer bei den Ölpreisen kommt, ob die Geldpolitik wieder in Richtung einer lockeren Ausrichtung zurückkehrt, oder ob sich die Rezessionsbelastung durch verstärkte Versorgungsschocks verschärft und der Absicherungswert des Goldes stärker in den Vordergrund tritt—sowohl die Nachfrage nach Goldinvestitionen als auch die Goldpreise jeweils noch Potenzial für eine Aufwärtskorrektur zur Erholung besitzen könnten.