BlockBeats Nachricht, 22. Februar, kehren die US-Makrothemen zurück zu „Höhe Inflation + Hohe Zinsen länger aufrechterhalten“.
Dienstag 23:00 Uhr, US-Statistik für Dezember: Monatliche Entwicklung des Großhandelsumsatzes, US-Verbrauchervertrauensindex für Februar, Richmond Fed Manufacturing Index für Februar;
Mittwoch nach Börsenschluss, Nvidia veröffentlicht Quartalszahlen;
Donnerstag 21:30 Uhr, US-Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe für die Woche bis zum 21. Februar;
Freitag 22:45 Uhr, US-Chicago PMI für Februar.
Neueste Daten zeigen, dass das BIP der USA im vierten Quartal 2025 insgesamt unter den Erwartungen blieb, das Kern-BIP jedoch im Jahresvergleich um 2,4 % stieg, was auf eine anhaltende wirtschaftliche Widerstandsfähigkeit hindeutet. Am selben Tag wurden die Kern-PCE-Preise im Vergleich zum Vormonat um 0,4 % erhöht, im Jahresvergleich auf 3 %, den größten Anstieg seit fast einem Jahr, während der Super-Core-PCE bei 3,3 % lag, was ein Signal für anhaltende Inflationstendenzen verstärkt.
Durch diese Entwicklungen hat der Zinsmarkt die Erwartungen an eine Zinssenkung im ersten Halbjahr weitgehend aufgegeben. Laut LSEG-Daten sind die Händler derzeit vollständig in die zwei Zinssenkungen um jeweils 25 Basispunkte im Jahr 2026 eingepreist, wobei der erste Zinsschnitt auf Juli verschoben wurde. Einige Institutionen warnen sogar vor einem steigenden Risiko, dass nur eine Zinssenkung im gesamten Jahr erfolgt.
Der Fokus in der nächsten Woche liegt auf den US-Producer Price Index (PPI) Daten für Januar. Der Markt erwartet eine monatliche Steigerung um 0,3 %, während der Jahresvergleich möglicherweise von 3,0 % auf 2,8 % zurückgeht. Sollte die Inflation auf Produktionsseite weiterhin widerstandsfähig bleiben, würde dies den Spielraum für eine geldpolitische Wende der Fed weiter einschränken.
Mehrere Fed-Vertreter haben bereits eine hawkishe Haltung signalisiert. Chicago Fed Präsident Goolsbee sagte, wenn die Inflation bei 3 % oder darüber bleibt, sei das aktuelle Zinsniveau „nicht hoch“. Vorstandsmitglied Barr erklärte, er unterstütze keine Zinssenkung, solange die Inflation nicht dauerhaft zurückgeht. Die Sitzungsprotokolle zeigen ebenfalls, dass einige Beamte offen für eine Zinserhöhung bei Bedarf sind.
Insgesamt wächst die US-Wirtschaft zwar langsamer, aber sie gerät nicht ins Stocken, die Inflation bleibt hartnäckig, und Fiskal- sowie Handelspolitik sind unsicher. Vor diesem Hintergrund werden kurzfristige Marktschwankungen wahrscheinlich stärker durch Daten und politische Erwartungen getrieben, während der Schwerpunkt der Fed-Politik weiterhin auf einer längeren Phase restriktiver Zinsen liegt.