Eine neue Studie der Kryptowährungsbörse Independent Reserve zeigt, dass die Anzahl der Australier, die Kryptowährungen für den Kauf von Waren und Dienstleistungen verwenden, im Jahr 2026 im Vergleich zum Vorjahr doppelt so hoch ist. Dennoch stellen Bankbarrieren weiterhin eine große Herausforderung für Krypto-Nutzer in Australien dar.
Die jährliche Umfrage mit 2.000 „normalen Australiern“ wurde vom 12. bis 30. Januar durchgeführt und ergab, dass der Anteil der Australier, die Kryptowährungen für Einkäufe oder Zahlungen nutzen, von 6 % auf 12 % gestiegen ist. Der Bericht stellt fest: „Immer mehr Australier sehen Krypto als eine praktikable Zahlungsmethode und nicht nur als Spekulationsobjekt.“
Unter den Befragten, die Krypto für Waren und Dienstleistungen verwenden, gaben 21 % an, Kryptowährungen für Online-Einkäufe zu nutzen, was den größten praktischen Anwendungsfall darstellt. Weitere 16 % verwenden Krypto für Zahlungen für Dienstleistungen wie Freelancing und den Kauf von Videospielen.
Trotz zunehmender Akzeptanz bestehen weiterhin Barrieren, wobei einige Befragte den Mangel an Bildung, Schulung und die „zu komplexe Technologie“ als Gründe angeben.
Online-Shopping ist die Hauptanwendung von Krypto in Australien. Quelle: Independent Reserve## Zunehmende Probleme mit Banken
Neben der technischen Komplexität werden die Barrieren durch Banken als bedeutendes Hindernis hervorgehoben. Eine Umfrage von Binance im letzten Jahr zeigte, dass Nutzer bei Transaktionen mit Krypto-Börsen und Unternehmen auf Bankbarrieren stoßen – ein Problem, das auch die Teilnehmer der Independent Reserve-Umfrage betonten.
Etwa 30 % der Investoren gaben an, mindestens einmal Verzögerungen oder Ablehnungen bei dem Versuch erlebt zu haben, Kryptowährungen zu kaufen oder Geld auf eine Krypto-Börse zu überweisen, verglichen mit 19,3 % im Jahr 2025.
Bankbeschränkungen für Krypto-Transaktionen in Australien wurden um 2023 herum verschärft, als große Banken wie Commonwealth Bank und National Australia Bank Maßnahmen wie Zahlungsaufschub, Überweisungslimits zu Krypto-Börsen und zusätzliche Identitätsprüfungen einführten.
Jüngere Investoren berichten, häufiger Verzögerungen bei Transaktionen zu erleben als ältere, und Nutzer kleinerer Transaktionen stoßen ebenfalls auf größere Eingriffe.
Jüngere Nutzer erleben mehr Eingriffe durch Banken beim Kauf von Krypto. Quelle: Independent Reserve„Für viele Australier wurde die fehlende Regulierung deutlich, als Zahlungen an Krypto-Börsen verzögert oder blockiert wurden – ein Problem, das sich im letzten Jahr weiter verschärft hat“, heißt es im Bericht.
„Diese Störungen betreffen sowohl Verbraucher als auch Unternehmen und zeigen, wie vorsichtig Banken im Umgang mit Krypto sind, solange die Regeln unklar sind.“
Der Bericht weist darauf hin, dass diese Erkenntnisse zeigen, dass Banken ihre Haltung gegenüber Krypto noch nicht gelockert haben und möglicherweise ihre Herangehensweise anpassen, indem sie sich mehr auf das Nutzerverhalten und Transmuster konzentrieren statt auf das Transaktionsvolumen. Dies unterstreicht den zunehmenden Bedarf an klaren Regulierungen.
„Lizenzierung und klare Regulierung können dazu beitragen, dieses Problem zu beheben. Durch hohe Standards für Krypto-Anbieter werden Banken mehr Vertrauen darin haben, dass Transaktionen legal sind“, fügen sie hinzu.
Krypto-CEOs haben im letzten Monat gegenüber Cointelegraph erklärt, dass der australische Kryptomarkt Fortschritte bei Nutzerwachstum und regulatorischer Reformen macht, aber noch viele Herausforderungen bestehen.