Gate News Nachrichten, 19. März: Der neueste Bericht der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIS) zeigt, dass die Privatanleger in den letzten sechs Monaten ihre Goldinvestitionen deutlich erhöht haben, mit einem etwa dreifachen Anstieg der Kaufvolumina. Gleichzeitig haben institutionelle Investoren in diesem Zeitraum kontinuierlich verkauft, was zu einer klaren Divergenz führt.
Die Daten zeigen, dass Privatanleger seit dem zweiten Quartal 2025 rund 70 Milliarden US-Dollar in Gold-ETFs investiert haben. Die Kapitalzuflüsse stiegen schnell von etwa 20 Milliarden US-Dollar auf über 60 Milliarden US-Dollar, was auf eine starke Flucht in Sicherheit hindeutet. Das Kobeissi Letter weist darauf hin, dass diese von Privatanlegern dominierte Kapitalbewegung eine wichtige Kraft bei den Schwankungen der Edelmetallpreise wird.
Gleichzeitig haben institutionelle Investoren seit November 2025 schrittweise ihre Positionen reduziert und im frühen 2026, während der Korrekturphase der Edelmetallpreise, den Verkauf beschleunigt. Dadurch sind die Goldpreise vom Januar-Hoch um etwa 9 % gefallen, Silber verzeichnete mit 34 % den deutlich stärkeren Rückgang. Die BIS ist der Ansicht, dass die Rebalancing-Mechanismen von Leveraged-ETFs und Margin-Trigger-Zwangsliquidationen die Marktvolatilität verstärken, insbesondere im Silbermarkt.
Auf makroökonomischer Ebene ist die Stärke des US-Dollars ein weiterer entscheidender Faktor. Der US-Dollar-Index ist seit Januar um etwa 4,7 % gestiegen, was die Erwartungen an den geldpolitischen Kurs verändert und den Rohstoffmarkt, einschließlich Gold, unter Druck setzt. Vor diesem Hintergrund leiden Edelmetalle und Risikoanlagen gleichermaßen.
Besonders zu beachten ist, dass auch digitale Vermögenswerte wie Bitcoin betroffen sind. Als „digitales Gold“ betrachtet, sind die Bitcoin-Preise eng mit der makroökonomischen Liquiditätslage verbunden. Der Gesamtmarktwert der Kryptowährungen ist seit dem Höchststand 2025 um etwa 43 % gefallen, was auf eine nach wie vor niedrige Risikobereitschaft hinweist.
Die BIS weist darauf hin, dass die aktuelle Marktstruktur typische Merkmale von Privatanleger-Driven und institutionellem Rückzug aufweist. Die Verstärkung durch Leverage-Fonds lässt die Volatilität bei Gold und verwandten Vermögenswerten auch in Zukunft hoch bleiben. (Cointelegraph)