Bitcoin (BTC) ist nach der plötzlichen Aufhebung des Bitcoin-ETF-Handelsverbots durch Vanguard innerhalb von 24 Stunden um fast 10 % stark gestiegen und hat die Marke von 93.000 US-Dollar überschritten – einer der stärksten Anstiege dieses Quartals. Diese Marktentwicklung wird als „Vanguard Degen Effect“ bezeichnet und spiegelt wider, wie konservatives Kapital nach der Aufhebung der Beschränkungen schnell in den Kryptomarkt strömt.
Der Anstieg von Bitcoin begann am Dienstag zur US-Markteröffnung, als der Kurs in Richtung 91.000 US-Dollar schoss und zahlreiche gehebelte Short-Positionen liquidiert wurden, was den Markt weiter nach oben trieb. Vor diesem Hintergrund kündigte Vanguard an, den Handel von Bitcoin-, Ethereum-, XRP-, Solana- und anderen Krypto-ETFs zuzulassen und beendete damit sein jahrelanges Krypto-Verbot.
Der Marktanalyst Eric Balchunas betonte, dass diese Entscheidung von Vanguard einer der Hauptgründe für den Bitcoin-Anstieg sei. Er erklärte, dass sich die lang angestaute Nachfrage der Vanguard-Kunden nach der Aufhebung des Verbots rasch entlud. Zuvor hatte Vanguard gegenüber Bitcoin-ETFs eine äußerst konservative Haltung eingenommen und seinen Kunden den Kauf verweigert, was viele Investoren dazu veranlasste, ihr Kapital zu Konkurrenten wie Fidelity zu verlagern.
Nach der Aufhebung des Verbots floss institutionelles Kapital viel schneller als erwartet. Das Handelsvolumen von BlackRocks IBIT überschritt innerhalb von 30 Minuten die Marke von 1 Milliarde US-Dollar, während das Bitcoin-ETF-Handelsvolumen auf der Vanguard-Plattform in derselben Zeitspanne ebenfalls auf 1 Milliarde US-Dollar schoss – ein „erstaunlicher“ Wert. Analyst Crypto Rover ergänzte, dass allein das Handelsvolumen von IBIT in zwei Stunden mehr als 1,8 Milliarden US-Dollar betrug, was zeigt, dass neues Kapital sehr schnell positioniert wird.
Trotz der Euphorie am Markt bleiben institutionelle Stimmen vorsichtig. Balchunas merkte an, dass die aktuelle Kursentwicklung auf eine schnelle Freisetzung zuvor unterdrückter Nachfrage zurückzuführen sein könnte, es aber noch unklar sei, ob dies zu einem langfristigen, systematischen Zufluss institutionellen Kapitals führen werde. Sollten weiterhin konservative Pensionsgelder in IBIT und andere Spot-ETFs fließen, könnte Bitcoin in einen neuen Zyklus der Liquiditätsexpansion eintreten; handelt es sich jedoch nur um eine einmalige Explosion, könnte die Markteuphorie schnell wieder abkühlen.
Aktuell wird Bitcoin zu etwa 93.562 US-Dollar gehandelt, ein Anstieg von fast 10 % innerhalb von 24 Stunden. Mit der Wiederaufnahme des Krypto-ETF-Handels durch Vanguard verschwimmen die Grenzen zwischen traditionellem Finanzwesen und Krypto-Assets weiter, und die sich ändernde Einstellung von institutionellem Kapital entwickelt sich zu einer entscheidenden Kraft für die Marktrichtung.
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